Netzwerk Diakonat der Frau

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    "Frauen in kirchlichen Ämtern - Reformbewegungen in der Ökumene"

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    Das Netzwerk auf den ökumenischen Kongress in Osnabrück


     

    Vom 6. bis 9. Dezember 2017 fand in Osnabrück der wissenschaftliche Kongress "Frauen in kirchlichen Ämtern - Reformbewegungen in der Ökumene" statt. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der multilateralen Ökumene und dem In- und Ausland hörten und diskutierten in ökumenischer Breite Vorträge aus unterschiedlichen theologischen Fachrichtungen.

     

    Dabei zeigte sich deutlich und theologisch begründet, dass die bisherige Argumentation, Frauen von allen kirchlichen Weiheämtern auszuschließen – insbesondere in der katholischen Kirche - einer grundlegenden Überprüfung bedarf.

     

    Bilder vom Workshop des Netzwerkes

     

    Das Netzwerk war von Anfang an in die Planungen zum Kongress mit einbezogen. Vier Vorstandsmitglieder und zahlreiche Netzwerk Mitglieder nahmen an dem Kongress teil.

     

    Prof. Dr. Hünermann hielt einen Vortrag zum Thema: „Frauendiakonat in der katholischen Kirche - dogmatisch-theologische Argumentationen.“ Dr. Dorothea Reininger und Irmentraud Kobusch verantworteten einen Workshop unter dem Thema „Diakonnen erzählen“.

     

    Zum Abschluss des Kongresses wurden mit der Mehrheit der Anwesenden "Osnabrücker Thesen" verabschiedet. Wissenschaftlich angelegt und begründet wird hier aus ökumenischer Perspektive erklärt: „Das erklärte Ziel der ökumenischen Bewegung, die sichtbare Einheit der Kirchen, ist nicht zu erreichen ohne eine Verständigung über die Präsenz von Frauen in allen kirchlichen Ämtern.“

     

    Damit überwinden die „Osnabrücker Thesen“ römisch-katholische Denk-Redeverbote und markieren so einen Meilenstein in der Diskussion um die Zulassung von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern.

     

    In der lebhaften Diskussion des von den vier für den Kongress verantwortlichen Professorinnen vorgelegten Entwurfs konnte das Netzwerk seine Position an entscheidenden Stellen einbringen.

     

    In der abschließenden Selbstverpflichtungen heißt es: „Wir werden weiterhin theologische Beiträge zu der erforderlichen Differenzierung zwischen der Öffnung des Diakonats und anderer Ämter für Frauen innerhalb des einen (sakramentalen) Ordo leisten. Das Diakonat als Amt für Männer und Frauen verstärkt die diakonale Grundausrichtung der Kirche.“

     

    Die „Osnabrücker Thesen“ im Wortlaut finden Sie hier.

     

    Text: Irmentraud Kobusch / Fotos: Stefanie Heller