Netzwerk Diakonat der Frau

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    Katholikentag 2016: Das Netzwerk zieht positive Bilanz.

    Aktuelles - Pressemitteilungen

    Der Stand in der Kirchenmeile

    Drei Tage lang hatte das Zelt in der Kirchenmeile geöffnet. Viele Frauen und Männer sind vorbeigegangen und sind vor allem stehen geblieben. Sie haben mit den Vertreterinnen des Netzwerkes am Stand diskutiert und auch kritisch das Anliegen nach der sakramentalen Weihe hinterfragt. Viele waren auch einfach nur gekommen um zu sagen, dass sie das Netzwerk und seine Forderungen unterstützen, darunter auch einige Ständige Diakone.

    Hier ein Auszug aus einem Artikel der FAZ, 27. Mai 2016: Was den Frauen in dem kleinen Zelt auf der Kirchenmeile fehlt, ist klar: Anerkennung. Dafür, dass das Thema Diakonat der Frau nach dem Vorstoß des Papstes mal wieder innerkirchlich heiß diskutiert wird, ist der Stand des "Netzwerks Diakonat der Frau" ziemlich überschaubar. Vielleicht, weil die deutschen Katholiken das schon seit vielen Jahren fordern, ihr Wunsch aber jetzt vom Papst aufgenommen wurde und in einer Kommission diskutiert werden wird. "Vorsichtig geschätzt", sagt eine Frau, die sich bei dem Netzwerk engagiert, "könnte es in zehn Jahren die ersten Diakoninnen geben." Eine Besucherin geht an dem Stand vorbei und hört zufällig diese Prognose. Sie lässt sich eine Karte des Netzwerks geben. Zum Abschied sagt sie noch, dass sie fast aus der Kirche ausgetreten sei. Jetzt habe sie wieder ein wenig Hoffnung.

    Ermutigungen, Zuspruch und Wünsche wurden von den Besucherinnen und Besucher an der aufgestellten Pinnwand des Netzwerkes hinterlassen:

    Themenbereich „Kirche vor Ort – Kirche bei den Menschen“

    Das Netzwerk war mit der Werkstatt "Not hören, die Menschen sehen - Kritische Betrachtung der diakonischen Praxis der Kirche" im Kongresszentrum am Zoo dabei. Gerne hätten es noch ein paar Menschen mehr am Samstag sein dürfen. Dennoch war es eine gute Gesprächs- und Diskussionsrunde.

    von links nach rechts:  Mathias Mader, Bischöfliches Ordinariat Dresden-Meißen, Irmentraud Kobusch, Netzwerk Diakonat der Frau , Sr. Ulrike Schnürer, Ordensgemeinschaft vom Heiligsten Erlöser, Bochum, Foto:  Marie-Luise Langwald

    „Frauendiakonat jetzt“ – Aktion am Ende des Abschlussgottesdienstes

    Am Stand des Netzwerkes von links nach rechts: Claudia Körning, Stefanie Heller und Edith Breindl. Auf der blauen Kappe ist das Logo der Ständigen Diakone zu sehen. Die Kappe wurden dem Netzwerk von einem Diakon als Symbol seiner Unterstützung geschenkt.

     

    Seit fast 20 Jahren kämpft das Netzwerk dafür, dass Frauen zu Diakoninnen geweiht werden können. Papst Franziskus hat kurz vor Pfingsten angekündigt, dies durch eine Kommission prüfen zu lassen. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), das den Katholikentag veranstaltet, sagte am Sonntag: „Wir wünschen uns den Diakonat der Frau.“ Die Katholiken hätten sich in Leipzig, wo die Kirche oft einen schweren Stand habe und viele Menschen keine Christen seien, wohlgefühlt. Er hoffe, man habe zeigen können, „Kirche geht auch anders“. Den Worten von Thomas Steinberg wurden mit dem Hochhalten von Schals und einem Transparent auf denen „Frauendiakonat jetzt“ zu lesen war, Nachdruck verliehen. Begleitet wurde beides mit einem starken Applaus der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abschlussgottesdienstes. Das Netzwerk hatte die Schals gesponsert. Die Federführung für die Durchführung der Aktion lag beim Bund der katholischen Jugend (BDKJ) und dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB). Eine spontane und gelungene Aktion, die noch einmal für mediale Aufmerksamkeit gesorgt hat.

    Bildrechte für diese beiden Fotos: Katholikentag

    Berichterstattungen in den Medien:

    Zusammenstellung: Rita Monz / Bildrechte der übrigen Fotos: Bernadette Deibele und Rita Monz